Als der Ball plötzlich eckig wurde

Zum zweiten Spieltag empfingen unsere Löwen den Karlsruher Sportverein Rintheim-Waldstadt zum Stelldichein. Die Motivation im Löwenlager war hoch – doch Petrus schickte die Temperaturen erst einmal in den Keller. Schiri Karge ließ sich seine Frühjahrslust davon nicht nehmen und startete im kurzen Leibchen.

Den ersten Torschuss konnte Felix in Minute zwei absetzen. In Minute drei dann Unordnung im Löwendrittel. Diese nutzte der KSV zur 0:1-Führung. Für die Löwen war es ein Weckruf. Sie kamen jetzt besser ins Spiel. Der KSV überließ uns über weite Strecken künstliches Grün und Spielgerät. Doch trotz der optischen Überlegenheit sprangen keine Löwentreffer heraus. So brauchte es einen Geniestreich. Diesen landete Finn. In Minute 33 sah er, dass der Gästekeeper auf Exkursion war, und schickte den Ball aus rund 40 Metern direkt in die Maschen. 1:1 – zugleich der verdiente Pausenstand.

Die Löwen kamen mit Entschlossenheit aus der Kabine. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff war Brauli auf der rechten Außenbahn nicht mehr zu stoppen. Dann noch dieser butterweiche Pass direkt an die Kante des Fünfmeterraums – genau zu Finn. Finn sagte Danke, verbeugte sich und brachte uns in Führung. 2:1 PSK – und zu diesem Zeitpunkt verdient. Drei Minuten später musste der Gästekeeper zweimal in höchster Not gegen unsere Löwen klären. 

Man muss zu diesem Zeitpunkt konstatieren: Es fühlte sich an wie immer. Unser U15-Rudel auf Siegeskurs. Frank fasste Ruth schon von hinten an die Schulter. Gleich sollte sie losgehen, unsere Polonäse von Dammerstock bis nach Rintheim. Doch die Gäste machten den Partycrasher. Oder machten wir es dem KSV zu einfach? Das Volk tobte im Laufschritt – leider fand die Party im Gästeblock statt. Wir luden den KSV zu einem Doppelschlag in den Minuten 43 und 45 ein. 2:3 KSV.

War unser Abwehrriegel in den letzten Monaten unser Paradestück, wirkte er gestern fast orientierungslos. Obwohl die Situation schon geklärt war, kickten wir den Ball wieder direkt zentral vor unseren Strafraum. Das war etwas zu viel Fair Play Jungs. Die Spieler-Mamas ließen sich davon nicht entmutigen. Entschlossen schmetterten sie ihre Lieder in die unterkühlte Stadionluft. Der Gästetrainer hielt sich die Ohren zu – und die Löwen wollten Ergebniskorrektur. Zwischendurch wollte Finn noch mit dem Schiri Briefmarken tauschen. Der Schiri hatte keine dabei und spendierte stattdessen den gelben Karton.

Dafür spendierte der Schiri vier Minuten Nachspielzeit. Vier Minuten um noch die Anzeigetafel zu korrigieren. Die Löwen riskierten alles. Doch es war ein Samstag zum Vergessen. 20 Sekunden nach Beginn der Nachspielzeit killten die KSVler mit dem 2:5 das Spiel. Der Schiri verzichtete auf weitere Verlängerungssekunden und besiegelte die Niederlage mit einem schrillen Pfiff. Es war ein Sportsamstag zum Vergessen. Die traurige Krone setzten die PSK Lions am Abend auf. 

Glückwunsch an den KSV zum verdienten Auswärtssieg. Danke auch an den sehr gut pfeifenden Boris Karge für die Leitung des Spiels. Für unser Rudel eine ungewohnte Situation: Die letzte Pflichtspielniederlage datiert vom 11. Mai 2024. Jetzt gilt es, sich zu schütteln. Der Staffelleiter verteilt schließlich noch weitere 16 Punkte. Zeit für eine Floskel: „Hinten kackt die Ente!“

Auf alle Fälle kommen wir auch morgen wieder und singen weiter unsere Lieder. Übrigens: Im Jugendfußball interessiert die Tordifferenz keine Bohne. Bei Punktgleichheit kommt es immer zu einem Entscheidungsspiel. In einer Woche reist unser Rudel am Samstag zur Sportgemeinschaft Karlsruhe.

Löwenstimmen

Jürgen Bender: “ Seit längerer Zeit mussten wir mal wieder eine Punktspielniederlage hinnehmen gegen einen starken KSV. Über große Strecken des Spiels waren wir gut im Match und spielten uns auch sehr gute Möglichkeiten heraus. Das war aber vielleicht der große Unterschied heute. Der Gegner nutzte seine Chancen kompromisslos. Dann waren da vielleicht noch der ein oder andere Fehler zuviel in der eigenen Hälfte und der fehlende Zugriff im Mittelfeld, die das Spiel zu Gunsten unseres Gegners entschieden. Jetzt heißt es daraus zu lernen, nach vorne zu schauen und das nächste Spiel gegen die SG Karlsruhe wieder konsequenter anzugehen.“

Zahlensalat

1 Lasse (Torspieler, Spielführer), 2 Manuel, 3 Felix, 4 Patryk, 6 Till, 7 Fritz, 8 Jan, 9 Brauli (1 Assist), 10 Finn (2 Tore, 1 Gelbe Karte), 11 Marius,  13 Lukas, 14 Donik, 15 Mauro, 16 Emilio, 17 Denys

Rudelführer: Jürgen
POB und Linienrichter: Manuela
Foto: Ruth

  PS Karlsruhe Karlsruher SV
Tore 2 5
Schüsse, gehalten 5 3
Schüsse, vorbei 8 1
Ecken 4 2
Foul 5 9
Abseits 2 0
Gelbe Karten 1 0
Zeitstrafen 0 0
Rote Karten 0 0

An der Tastatur: der Busfahrer

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